When stakes are high
28. January 2020  |  Frühstück with Marcus Bachmann

Mutig durch Krisen führen, wie geht das?

Das Ebolavirus ist einer der tödlichsten Erreger, den die Natur kennt. Am 1. August 2018, weniger als eine Woche nach dem Ende der 9. Ebola-Epidemie in der Provinz Equateur, meldete das Gesundheitsministerium der Demokratischen Republik Kongo erneute Fälle in weiteren Provinzen. Inzwischen ist dies die[nbsp]zweitgrößte Epidemie der Geschichte, 2.200 Menschen sind in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda an Ebola gestorben. Der Ausbruch ist immer noch nicht unter Kontrolle.

In der Bevölkerung herrscht großes Misstrauen gegenüber den Behörden und Helfern, was die Bekämpfung des Ausbruchs erschwert. Doch Ebola ist nicht die einzige Krise: der Ostkongo ist eine aktive Bürgerkriegszone. Immer wieder kommt es daher auch zu Angriffen auf Behandlungs-zentren. Marcus Bachmann (Ärzte ohne Grenzen) war selbst mehrmals (zuletzt im Sommer 2019) im Kongo vor Ort und Leiter von Krisenteams. Von Seiten der Hilfsorganisationen gilt es, ein abgestimmtes und sicheres Krisenmanagement auf die Beine zu stellen um mit den Herausforderungen umzugehen. Doch wie leitet man große Teams, koordiniert Hilfslieferungen und kommuniziert erfolgreich mit Behörden, Betroffenen und der Politik? Wie reagiert man auf sich ständig verändernde Bedingungen? Welche Learnings lassen sich daraus für Krisenmanagement und Kommunikation in Unternehmen ziehen? Die Antworten auf diese Fragen wurden beim Frühstück mit Ausblick mit Marcus Bachmann beantwortet.

Marcus Bachmann

Seit September 2017 ist Marcus Bachmann als Advocacy & Humanitarian Affairs Representative für Ärzte ohne Grenzen Österreich in Wien tätig. Seit 2005 war er mit Ärzte ohne Grenzen auf zahlreichen Einsätzen. Auf Grund der vielfältigen geographischen und thematischen Kontexte, in denen er bereits gearbeitet hat, bringt er eine große Expertise im Bereich humanitärer Hilfe mit. In seiner Position koordinierte er verschiedenste Nothilfe-Aktivitäten – von Naturkatastrophen wie Erbeben und Flutkatastrophen bis zu Epidemien wie Ebola und Cholera.



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